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Kleines Hirn und große Zähne

Humanevolution ist ein beliebtes Thema des Zentralabiturs. So beugen sich zahlreiche Schüler über Abbildungen von Schädeln und versuchen, die Unterschiede zu erkennen: Ausprägung der Überaugenwülste, Hirnvolumen, Schädelform…
Und manch ein Abiturient fragt sich, wer diese Merkmale festlegt und wie groß die Unterschiede zwischen den Arten sein müssen.

Mit den Funden aus Dmanisi in Georgien könnte die Vorbereitung auf das Abitur wesentlich einfacher werden.

M. Ponce de León and Ch. Zollikofer / UC of Zurich

Wieder einmal sorgt der Fundort nahe der georgischen Hauptstadt Tiflis für eine Sensation: hier wurden bereits die mit 1,8 Millionen Jahren ältesten Überreste der Gattung Homo außerhalb Arikas entdeckt.
Und nun stellten Paläoanthropologen die Überreste von 5 menschlichen Individuen vor, die ebenfalls in Dmanisi gefunden wurden.
Das Besondere an diesen Knochen: Sie werden dem gleichen Ort und der gleichen Zeit zugeordnet, zählen also zu einer Population. Damit ist es erstmals möglich, die Variabilität innerhalb einer Art genauer einzuschätzen.
Und schon steht die Welt der Paläoanthropologie Kopf. Besonders Schädel 5 fällt aus dem Rahmen: Ein kleines Hirnvolumen, aber zugleich ein langgezogenes Gesicht und große Zähne.
Hätte man die Fragmente an unterschiedlichen Orten gefunden, wären sie verschiednen Arten zugeschrieben worden, so der Schweizer Antrhopologe Christoph Zollikofer.

Denn die Paläoanthropologie hat ein großes Problem: Die fossilen Arten werden anhand morphologischer Merkmale unterschieden. Ungeklärt ist jedoch die Frage, wie groß die Variabilität innerhalb einer Art sein darf. Man muss sich nur einmal in seiner Stadt umschauen, um die enorme Vielfalt des Homo sapiens sapiens zu sehen.

Die 5 Hominiden aus Dmanisi ermöglichen erstmals Einblicke in die Variabilität fossiler Menschenarten. Und sie zeigen: Die Unterschiede sind sehr viel größer als gedacht – aber sie sind nicht größer als unter den Vertretern des Homo sapiens heute.
Damit steht eine ganz neue Theorie über die Anfänge des Menschen im Raum: Gab es vor 2 Millionen Jahren wirklich viele unterschiedliche Arten, oder muss man Homo habilis, Homo rudolfensis und die anderen nicht viel mehr als eine Art definieren?

Noch schwitzen Abiturienten über der Differenzierung der Arten. Erschwert wird ihnen das Lernen durch die Tatsache, dass – je nach wissenschaftlicher Auffassung – einzelne Funde unterschiedlich eingeordnet werden.
Wer weiß, vielleicht wird es ab der nächsten Schulbuchgeneration sehr viel einfacher…

klein… Kinder-, Spielzeug- und Miniaturbesteck

Am 31.05.2013 wurde im Deutschen Klingenmuseum in Solingen die neue Sonderausstellung eröffnet.

Gezeigt werden die neu erworbene Sammlung historischer Kinderbestecke von William H. Brown sowie Stücke der Bestandssammlung.

 

 

Wie isst man mit diesen Löffeln?

Aber kleines Besteck muss nicht automatisch Kinderbesteck sein: Oft sind es auch Sammlerstücke, die von großer Kunstfertigkeit zeuge. Dazu zählen auch die winzigen Klappmesser, die in eine Haselnuss-Schale passen.
Die Geschichtsmanufaktur hat die Ausstellung um ein Entdeckerbuch samt Stationen ergänzt, an denen kleine – und auch große – Menschen mit diversen Bestecken experimentieren können: Spaghetti nur mit der Gabel essen, Besteck zweckentfremden, verschiedenen Materialien erkunden und den besten Löffel für’s Eierlaufen finden.

 

 

Hier fühlen sich große Menschen wieder ganz klein

Bei der Ausstellungseröffnung zeigte sich schon, welche Station die Beliebteste wird: Tisch, Stuhl und Besteck im Größenverhältnis 2:1. Hier können sich Erwachsene zurückversetzen in die Welt der Kleinen – und die Kleinen fühlen sich ganz groß.

Noch bis zum 22. September kann der riesige Stuhl erklommen und das kleinste Besteck der Welt bestaunt werden.

Mehr Informationen zur Ausstellung gibt es hier.

 

Mai-Tagung 23./24.Mai 2013

Die Mai-Tagung 23./24.Mai 2013

Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik in Bonn: 2 Tage rund um das Thema „Museum and the Internet“, organisiert vom LVR, Fachbereich Kultur.

Besonders gespannt war ich auf den Länderschwerpunkt. Aus den Niederlanden wurden mehrere Projekte vorgestellt, die in Deutschland so wohl kaum realisierbar wären. Spannend vor allem die Frage: Was tun, wenn ein Museum für mehrere Jahre schließen muss? Die Antworten waren vielfältig – auch wenn nicht jede Idee den Praxistest bestanden hat.
Noch spannender die Frage nach „open data“: Welche Inhalte sollen ins Netz – nur zum Anschauen oder auch zur freien Nutzung? Das Rijksmuseum hat mit der Bereitstellung von Bildern zur freien Nutzung positive Erfahrungen gemacht und profitiert u.a. von einem stärker frequentierten Bilderservice sowie mehreren Apps, die sich auf seine Exponate beziehen. Hier die Apps über das Rijksmuseum.
Ob jedoch in absehbarer Zeit auch deutsche Museen sich zu Open Source-Projekten samt Hackathon  hinreissen lassen, wage ich zu bezweifeln.

Auch wenn die meisten vorgestellten Projekte in Kunstmuseen angesiedelt waren (die Archäologie kam gar nicht vor, historische Themen waren zwei Mal vertreten: Jüdisches Leben in Berlin und mehrere Projekte zum Ersten Weltkrieg), es gab jede Menge Anregungen: Warum nicht das Format des Bildpaten, wie es das Museum Kunstpalast erstmals zur Ausstellung „El Greco und die Moderne“ ausprobiert hat, auf eine kulturgeschichtliche Ausstellung übertragen: Paten wählen sich ein Exponat aus, über das sie berichten und das sie promoten – ausgestattet mit jeder Menge Hintergrundinfos und dem Recht, auch hinter die Kulissen zu schauen.

Neben dem Länderschwerpunkt feierte auch die Twitterwall ihre Premiere auf der Mai-Tagung – für Externe eine super Möglichkeit, dabei zu sein. Mich persönlich lenkte sie auch mal zu sehr ab von einem Vortrag, auch kamen kaum Impulse aus dem Tweetup für die laufende Diskussion.
Für die „Nachlese“ habe ich die tweets jedenfalls gerne genutzt – schließlich ergänzten sie die Vorträge mit Links und Literaturtipps.

Einige Fragen bleiben offen: Wollen Besucher lieber ihre eigenen Smartphones nutzen oder erwarten Sie Leih-Geräte? Lieber QR-Codes, Web-App oder native App? Wie kann man den Nutzen von tweetups evaluieren? Wie entwickeln sich die vorgestellten Projekte weiter?

Aber dafür gibt es ja die nächste Mai-Tagung…

 

Wer der Tagung noch einmal folgen möchte, hier sind die Tweets:
http://storify.com/TanjaNeumann/mai-tagung-2013
http://storify.com/TanjaNeumann/mai-tagung-2013-tag-2

Denkmalpflege – Lust und Frust

Eine Baufirma nutzt in Belize einen Maya-Tempel als Steinbruch – leider muss man sich nicht erst ins Flugzeug setzen, um ähnliche Fälle zu finden.

Schon immer war es ein harter Kampf, Orte und Gebäude von historischer und kultureller Bedeutung zu bewahren. Oftmals war deren Wichtigkeit niemandem bewusst – die Feldhofer Grotte, Fundort des berühmten Neanderthalers, wurde gesprengt. Der Rohstoff war wichtig, zumal nicht jeder der damals revolutionären und für manchen skandalösen Evolutionstheorie anhing. In vielen Städten wurden historische Bauten ausgeschlachtet, um das Material anderweitig zu verwenden. Dies ist nicht erst seit dem letzten Jahrhundert so: Bereits im Mittelalter nutzte man die Steine römischer Gebäude für den Bau neuer Häuser. Wo sich heute so oft eine Ringstraße um die Innenstadt zieht, standen einst die Wehrbauten – abgerissen, um Platz zu schaffen für den zunehmenden Verkehr und die wachsende Bevölkerung. Die Zeit wandelte also schon immer das Bild einer Stadt. Es ist schade, wenn ein mittelalterliches Stadtbild durch Erneuerungswut zerstört wird – so, wie es mit vielen Bauten, die den zweiten Weltkrieg überlebten, bei uns geschah.
Die Gefahr für Denkmäler droht überall, auch aus Gründen, die der Mensch gar nicht oder nur zu Teilen beeinflussen kann.
Wer kennt den Kölner Dom eigentlich ohne Baugerüst? Lange hat es gedauert, bis der Bau vollendet war und er für kurze Zeit in seiner ganzen Pracht erstrahlen konnte – bis die ersten Reperaturmaßnahmen nötig wurden. Seidtem kämpft die Dombauhütte einen endlosen Kampf gegen Witterungsschäden und andere Zerfallserscheinungen – verursacht vor allem durch sauren Regen.
Immerhin kämpfen die ca. 60 Mitarbeiter unermüdlich – was an anderen geschichtsträchtigen Orten aufgrund Geld- und Personalmangels leider nicht der Fall ist. Erst 2010 wurde in Pompeji der Notstand ausgerufen. Täglich 10.000 Besucher sorgen für viele Schäden, denen die Archäologen mit ihrem Team vor Ort nicht mehr Herr werden können. Zu viele Stellen wurden eingespart, die Gelder zu stark gekürzt. Die Folge: Häuser stürzten ein – bereits im November 2000 erwischte es das Haus der Gladiatoren, allerdings ohne, dass die Regierung eingeschritten wäre.
Die EU hat eine Finanzspritze von 105 Millionen Euro bewilligt, um in Pompeji zu retten, was noch zu retten ist. Doch vieles ist unwiderbringlich verloren.

Ohne Frage ist die Pflege von Denkmälern zeit- und kostenintensiv. Unter Umständen bedeutet der Erhalt eines Denkmales auch, dass man nicht den bequemsten Weg gehen kann – siehe die Waldschlösschenbrücke in Dresden oder, ganz aktuell, das Chemnitztalviadukt, das abgerissen werden soll, um eine neue, schnellere Bahnstrecke zu ermöglichen.
Pompeji, die Elbauen und die Maya-Tempel bringen aber auch Nutzen. Abgesehen von den Touristen, die Geld in die Kassen spülen halten uns diese Denkmäler auch unsere eigene Geschichte vor Augen – und was wären wir ohne Kenntnis um unsere Herkunft und wo wären wir, wenn all das Wissen, das unsere Vorfahren angehäuft haben, verloren wäre?
Es stellt sich einfach die Frage, wieviel einem die die eigene Geschichte wert ist – eine Frage, die sich gerade in NRW stellt angesichts der geplanten Streichung sämtlicher Mittel für Archäologie und Denkmalpflege. Zu diesen Plänen läuft übrigens noch eine Petition, initiiert von der Deutschen Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte e.V.

Zur Petition:
https://www.openpetition.de/petition/online/angekuendigte-streichung-der-landeszuschuesse-fuer-die-archaeologie-und-denkmalpflege-zuruecknehmen

Zu dem zerstörten Maya-Tempel in Belize:
http://www.zeit.de/2013-05/Belize-Maya-Tempel-Zerstoerung

ICOMOS, Internationaler Rat für Denkmalpflege
http://www.icomos.de/index.php

Der König ist tot – lang lebe der König!

So hieß es in vielen Monarchien – und in den meisten ist es immer noch so. Die Niederlande gehören zu den wenigen Monarchien, in der Könige bzw. Königinnen abdanken und so Platz machen für die nächste Generation. Schweden und Großbritannien handhaben das anders – wie sonst wäre ein Kronprinz zu erklären, der schon Mitte 60 ist!
Trotz mancher Unterschiede, die Zeremonie in der Niuwe Kerk am 30. April 2013 verlief ebenso nach strengem Protokoll, wie das auch für andere Königshäuser gilt – und sie endete mit der Verkündigung des Herolds “Es lebe der König.”
Überhaupt: Herold, Stallmeister und Marschall waren auch mit dabei – denn die zahlreichen Amtsbezeichnungen aus längst vergangenen Zeiten leben bis heute fort.

Womit wir bei den großen und kleinen Problemen wären, die ein strenges Protokoll mit sich bringen kann – und der Marschalldienst gehörte zu den eher schwierigen Themen im Mittelalter. Marschalldienst bedeutet, neben dem Pferd eines anderen herzulaufen, dessen Steigbügel zu halten und den Zügel zu führen. Damit ordnete man sich dem Reiter unter und wurde dessen Lehnsmann. Dieser Dienst konnte aber auch als reiner Ehrendienst ausgeführt werden und in diesem Sinne führten ihn die Könige aus, die Kaiser werden wollten. Dumm, wenn die eine Seite – in diesem Fall der Papst – den Marschalldienst (absichtlich?) falsch deutet.
Lothar III. hatte Papst Innozenz III. bei einem Treffen in Lüttich den Marschalldienst geleistet. Dieser Ehrendienst wurde im Bild festgehalten – allerdings mit der Unterschrift, dass Lothar durch den Marschalldienst zum Lehnsmann des Papstes geworden sei – was keineswegs dessen Absicht gewesen ist.
Auch ohne Yellow Press und Internet verbreitete sich die Nachricht von dem Bild und vor allem dem Text wie ein Lauffeuer. Der Skandal war da, die Bildunterschrift wurde schnell wieder getilgt, aber das Misstrauen blieb: Friedrich I. Barbarossa hatte aus dem Fehler seines Vorgängers gelernt und vollzog den Marschalldienst erst, als jede lehnsrechtliche Interpretation ausgeschlossen war. Schließlich wollte er Kaiser werden, und kein Untergebener des Papstes.
Überhaupt war das Verhältnis von Kaiser und Papst oft angespannt, denn beide sahen sich als die Nummer 1 an. Die Empfindlichkeiten zogen sich bis in den Briefwechsel hinein: Friedrich I. bestand darauf, dass sein Name vor dem des Papstes in der Briefadresse zu stehen habe und dieser stets im Singular angeredet werden solle – der Papst bestand jedoch auf die Anrede “dominus dominus”, um sich von Kaiser und anderen weltlichen Großen abzuheben.

Solche Probleme sind von dem neuen niederländischen Königspaar eher nicht zu erwarten, statt Willem IV. bleibt es beim Rufnamen Alexander – die offizielle Anrede erinnere ihn zu sehr an die Namen, die man Kühen heute gebe.
Übrigens, nicht nur in Sachen Thronwechsel läuft in den Niederlanden einiges anders, Willem-Alexander blieb das Tragen der schweren Krone erspart, niederländische Könige werden nicht gekrönt, ihnen wird gehuldigt, wenn sie ihr Amt antreten.

Mary Leaky

Heute vor 100 Jahren wurde Mary Douglas Nicol geboren – die als Mary Leaky berühmt wurde.

Schon früh faszinierte sie die Urgeschichte des Menschen und auch die Tatsache, dass sie wegen Aufsässigkeit von der Schule flog, hinderte sie nicht daran, an ihrem Traum, Archäologin zu werden, festzuhalten. Sie besuchte ab 1930 Archäologie- und Geologiekurse und arbeitete bei archäologischen Ausgrabungen als wissenschaftliche Illustratorin.

1937 ging sie mit ihrem Mann Louis Leaky nach Kenia, wo sie in den folgenden Jahrzehnten zahlreiche wichtige Funde machte:

1948 fand Mary Leaky auf einer Insel im Victoria-See Überreste einer Menschenaffenart, die vor ca. 16 Millionen Jahren existierte. Der Proconsul africanus ist möglicherweise der Vorfahre der afrikanischen Gorillas.

1959 entdeckte sie den “Nussknackermenschen”. Ursprünglich als Zinjanthropus beschrieben, wird er heute Australopithecus boisei bzw. Paranthropus boisei genannt.

1978 machte Mary Leaky ihre größte Entdeckung: Die Fußspuren von Laetoli. Vor über 3 Millionen Jahren hinterließen zwei aufrecht gehende Homininen diese Spuren, die in vulkanischer Asche versteinert worden waren.

1983 beendete sie ihre berufliche Laufbahn als anerkannte Wissenschaftlerin – trotz fehlender akademischer Titel.

Ihr Sohn Richard Leaky, seine Ehefrau Meave und deren Tochter Louise sind übrigens ebenfalls erfolgreiche Paläoanthropologen und haben einige wichtige Funde vorzuweisen, u.a. den als Turkana Boy bezeichneten Homo erectus. Man darf gespannt sein, was die Familie Leaky noch alles zu Tage fördern wird…

Mehr Informationen über die Familie Leaky:
http://leakeyfoundation.org/about-us/leakey-family/mary-leakey/

und zur Humanevolution:
http://www.evolution-mensch.de/

Gesucht: Der schönste Weihnachtsbaum!

Noch knapp zwei Wochen, dann erstrahlen in vielen Wohnzimmern wieder die Weihnachtsbäume – Wer sich seinen Schreibtisch auch noch verschönern möchte, der kann sich einfach einen Baum für’s Büro basteln!

Aber woher kommt eigentlich der Brauch, nadelnde Bäume in die gute Stube zu stellen?

Angefangen hat alles lange vor der Christianisierung, schon die alten Römer hingen sich immergrüne Zweige in die Räume, um den Winter zu vertreiben.
Im Mittelalter wurde am 24.12. das Paradiesspiel aufgeführt, in dem der Paradiesbaum eine wichtige Rolle spielte. Der Jahreszeit geschuldet griff man auf einen Tannenbaum zurück, der mit Äpfeln und Nüssen geschmückt wurde.In einigen Regionen Norddeutschlands gehörten sogar bis in das 20. Jahrhundert Adam, Eva und die Schlange zum traditionellen Christbaum-schmuck.
Aus dem Paradiesbaum wurde der Weihnachtsbaum, der Schmuck blieb lange Zeit essbar und wurde durch Elemente aus Papier ergänzt. Die Christbaumkugel stammt der Legende nach von einem armen Glasbläser, der die Äpfel lieber seinen Kindern gab und statt dessen welche aus Glas herstellte. Tatsächlich ist das Auftragbuch eines Glasbläsers aus Lauscha erhalten, in dem sich für das Jahr 1848 ein Auftrag über 6 Dutzend Weihanchtskugeln verschiedener Größe findet.

Warum auch immer die Christbaumkugel erfunden hat, sie ist heute der klassische Baumschmuck. Das wiederum verdanken wir Frank Winfield Woolworth (der von der Kaufhauskette), der die Kugeln in die USA importierte. Bis zum Ersten Weltkrieg wurde der Baumschmuck übrigens nur in Lauscha hergestellt.

Jetzt seid ihr dran! Bastelt einen Baum und schickt uns ein Foto. Unter allen Teilnehmern, die uns bis zum 20.12. ein Bild schicken, verlosen wir ein Feuerschlägerset aus unserem Shop. Bis Heiligabend ist es zwar nicht da, aber mancherorts gibt’s die Geschenke ja erst mit den Heiligen Drei Königen ;-)

Und so geht’s: Einen Baum aufzeichnen und zwei Mal aus grüner Pappe ausschneiden. Den einen Baum von der Spitze bis in die Mitte einschneiden, den Anderen vom Stamm bis in die Mitte. Beide Teile zusammenstecken und verzieren.

Viel Spaß beim Mitmachen!