Author Archive

Die Hörder Burg

Die Hörder Burg ist bis heute ein markantes Wahrzeichen des Dortmunder Stadtteils Hörde. Seit einigen Jahren malerisch am Phönixsee gelegen, flanieren an schönen Tagen hunderte Spaziergänger an ihr vorbei, man isst im Schatten ihres Turms ein Eis oder betrachtet die Ausgrabungen am Hörder Bach. Doch was hat es mit der Burg auf sich? Wie weit reichen die Wurzeln des Bauwerks in die Vergangenheit zurück?

Die neuesten Erkenntnisse zur Hörder Burg konnte man sammeln, als im Laufe der Ausschachtungen des Phönixsees auf dem Gelände der ehemaligen Hermannshütte umfangreichen Ausgrabungen vorgenommen wurden. Dabei konnte festgestellt werden, dass die Burg in ihrem ursprünglichen Zustand wohl eine Turmhügelburg, eine sogenannte Motte gewesen sein musste. Motten sind sind die typischen kleinen Burgenformen des Mittelalters. Sie bestehen aus einem meist aufgeschüttetet Erdhügel, umgeben von einem Graben und einer Palisade. Oben auf dem Hügel wird ein meist hölzerner Turm errichtet. Funde weisen darauf hin, dass bereits kurz nach 1250 ein erster hölzerner Turm errichtet worden ist, der einige Jahrzehnte später von einem Steinturm abgelöst wurde. Im heutigen Burgturm finden sich in den unteren Etagen Überreste eines Steinturms aus dem 12.Jahrhundert. Ob es sich hierbei jedoch um den Motteturm handelt, ist achäologisch nicht nachgeweisen.

Während ihrer jahrhundertealten Geschichte wurde die Burg mehrfach umgebaut und erweitert, zahlreiche Holzgebäude standen auf ihrem Terrain. Um die Häuser herum sammelte sich Abfall an: Speiseüberreste, Mist, Fäkalien, Pflanzenreste fanden Archäologen bei den Ausgrabungen. Und darin viele wertvolle Funde, wie einen goldenen Fingerring mit einem Granatstein. Der Ring ist filigran gearbeitet und weist drei sich umfassende Handpaare auf. Dieses Zeichen der sogenannten “Handtreue” deutet darauf hin, dass es sich um einen Verlobungs- oder Ehering handelt.

Fingerring (Foto aus: Aufruhr 1225. Das Mittelalter an Rhein und Ruhr, hg. vom LWL-Museum für Archäologie – Westfälisches Landesmuseum Herne, S. 189).

Neben den Holzhäusern entstanden im Laufe der Zeit auch größere Steinhäuser. Um 1300 wurde ein steinerner Palas errichtet, der jedoch bald wieder aufgegeben wurde und im 15. Jahrhundert zur Burgkapelle umgebaut wurde. Nur wenig später, am Ende des 14.Jahrhunderts errichtete man ein weiteres Steingebäude, das von nun an als Palas fungierte. Dieses Gebäude kann man neben dem Turm noch auf dem heutigen Hörder Wappen erkennen, das sich am Stadtsiegel von 1450 orientiert.

Umgeben war die Burg von einem Graben (Gräfte), der vom Hörder Bach mit Wasser versorgt wurde. Die Hörder Burg war also eine Wasserburg! Auch jenseits des Grabens gab es burgeigene Gebäude, erreichbar über eine Brücke. Bei den Gebäuden handelte es sich vermutlich um eine Vorburg.

Die Hörder Burg im 19.Jahrhundert (aus: Burgen Aufruhr. Unterwegs zu 100 Burgen, Schlössern und Herrensitzen in der Ruhrregion, hg. vom Ministerium für Bauen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen und dem LWL.

 

Burg und Graben bestanden bis ins 18.Jahrhundert – dann verfielen sie langsam. Einsturzgefährdete Gebäude wurden abgerissen, so auch die Kapelle. Die Gräfte wurde teilweise zugeschüttet, die Brücke zu einem festen Damm umgebaut. So verblieb die Burg bis ins 19.Jahrhundert. Bis zu ihrem Aufkauf durch Hermann Piepenstock, der die Burg zu seinem Firmensitz umfunktionierte. Der mittelalterliche Kern der Burg blieb in den neuen Gebäuden jedoch erhalten.

Doch wem gehörte die Burg vor dem Industriellen Piepenstock? Die Lehensherren der Burg Hörde waren zunächst die Kölner Erzbischöfe. Lehensnehmer wiederum war die Familie von Hörde mit ihrem ersten bekannten Mitglied Albert von Hörde, erwähnt als Zeuge in einer Urkunde Kaiser Ottos IV. im 12.Jahrhundert.

Das Leben der Familie von Hörde wurde turbulent, als es im 13.Jahrhundert zu vermehrten Auseinandersetzungen der Kölner Erzbischöfe mit den Grafen von der Mark kam. Als Lehensnehmer der Kölner musste man auch in Hörde Stellung beziehen. Die Streitigkeiten gipfelten in der Schlacht von Worringen, die für den Kölner Erzbischof mit einer Niederlage endete. Die schwächte auch die Hörder, die ihre Burg 1296/97 an die Grafen von der Mark verloren und auszogen.

Das Wappen von Hörde zeigt links die Hörder Burg sowie den Hörder Berg, an dessen Fuße sich die Burg befindet. Der karierte Streifen ist der märkische Schachbrettbalken, der sich häufig auf den Wappen der Städte findet, die zur Grafschaft Mark gehörten.

Für die Märker war die Burg äußerst attraktiv, lag sie doch an der Straße zwischen der Stadt Dortmund und den erzreichen Gebieten südlich der Ruhr. So nah an Dortmund fungierte sie außerdem als Bollwerk gegen die reichsfreie Stadt. Um Stärke gegen Dortmund zu zeigen, gründete Konrad von der Mark 1339 das Clarissenkloster in Hörde und verlieh dem kleinen Dorf Hörde, westlich der Burg gelegen, Stadtrechte. In der großen Fehde 1388/89 schließlich erleben die Auseinandersetzungen zwischen Dortmund und den Grafen von der Mark ihren Höhepunkt. Die Burg Hörde fungiert in dieser Zeit als Stützpunkt der märkischen Truppen und wird mehrfach von Dortmundern belagert. Auch nach dem Ende der Fehde bleibt die militärische Funktion der Burg bis ins 15.Jahrhundert erhalten.

Nach der Vereinigung der Häuser Mark und Kleve 1398, dann 1521 mit den Häusern Jülich-Berg ging 1614 die Landesherrschaft schließlich an Brandenburg-Preußen. Die Funktion der Burg als Verwaltungssitz des Amtes Hörde blieb jedoch erhalten.

In guter Gesellschaft – Benedikt XVI. ist nicht der erste Papst, der zurücktritt.

Viele werden es gerade gehört und mit Verwunderung aufgenommen haben: Papst Benedikt XVI. hat verkündet, dass er sein Amt zum 28. Februar 2013 niederlegen werde. Ein ungewöhnlicher Schritt, den viele nicht erwartet hätten, mit dem Benedikt jedoch nicht allein in der Geschichte des Papsttums steht.

Gerade in den ersten Jahrhunderten des Papsttums kam es zu mehr oder weniger freiwilligen Rücktritten:

Im Jahre 235 wurde Papst Pontianus von Kaiser Maximinus nach Sardinien verbannt, wo er seinen Ruhestand jedoch nicht genießen konnte, sondern in Erzbergwerken zu schuften hatte. 537 trat dann Papst Silverius zurück, der immerhin zweimal verbannt worden war: einmal nach Partara (heutige Türkei) und das zweite Mal nach Ponza.

Knapp 500 Jahre später war das Papsttum schon wesentlich gefestigter, Rücktritte kamen jedoch noch immer vor: 1009 trat Johannes XVIII. zurück – zumindest nimmt man dies an, denn genaue Informationen zu seinem Rücktritt sind nicht überliefert. Er starb jedoch zurückgezogen als Mönch im Kloster St.Paolo fuori le mura.

Auf dem Konstanzer Konzil (1414-1418) kam es geradezu zu einer Rücktrittswelle: Es war die Zeit des Abendländischen Schismas, als erst zwei, später drei Personen Anspruch auf den Papstthron erhoben. Papst Johannes XXIII., Gregor IX. und Benedikt XIII. gingen während des Konzils ihres Amtes verlustig: Gregor und Benedikt traten zurück, Johannes floh um der Amtsenthebung zu entgehen. Genützt hat es ihm nichts, das Konzil wählte Martin V. zum Papst.

Doch es gab auch mindestens eine freiwillige Amtsaufgabe: 1294 verzichtet Papst Coelestin V. auf sein Amt, das er nur kurze Zeit inne hatte. Eigentlich als Einsiedler lebend, war Coelestin, der den bürgerlichen Namen Peter de Murrone trug, auf Betreiben des Königs Karl II. von Neapel als 80-jähriger zum Papst gewählt worden – nachdem man sich zwei Jahre nicht auf einen Kandidaten hatte einigen können. Der entsetzte Coelestin wurde gezwungen, das Amt anzunehmen, geriet schnell unter den Einfluss Karls von Neapel und musste seinen Amtssitz nach Neapel verlegen. Coelestin erkannte, dass er weder seinen päpstlichen Aufgaben noch den Ränkespielen an der päpstlichen Kurie gewachsen war und trat schließlich von seinem Amt zurück. Ein juristisch nicht eindeutig geregelter Akt, denn bekanntlich reicht man seine Kündigung stets beim Vorgesetzten ein… Die nächste Instanz über dem Papst jedoch reagiert selten eindeutig auf Kündigungsschreiben.

Coelestin war sich dieses Dilemmas durchaus bewusst und floh nach seiner Amtsaufgabe nach Apulien. Auch sein Nachfolger Bonifazius VIII. – der als Kardinal Coelestin in seinen Gedanken der Amtsaufgabe immer bestärkt hatte – sah das Problem und befürchtete einen erneuten Griff des ehemaligen Papstes nach der Tiara. Um dies zu vermeiden ließ er Colestin gefangen nehmen und bis zu seinem Lebensende in einer Festung bei Rom einkerkern.Coelestin verstarb wenig später in der Festung. Bis heute verstummen die Gerüchte bezüglich einer Ermordung durch Bonifazius VIII. nicht. Im  14. Jahrhundert wurde Coelestin schließlich heilig gesprochen.

Heute ist der päpstliche Rücktritt rechtlich geregelt: Kanon 332 des Codex Iuris Canonici sieht vor, dass der Papst zu jeder Zeit, ohne jemanden um Erlaubnis zu fragen zurücktreten kann. Ein noch recht neues Gesetz, dass erst 1983 bei der Neufassung des Kirchenrechts unter Johannes Paul II. in den Codex aufgenommen wurde…damals tatsächlich im Gedenken an Coelestin V.

Newsletter 2013-1

Geschichtsmanufaktur

Newsletter 1/2013

Wir wünschen den Lesern unseres Newsletters ein schönes und erfolgreiches 2013!

Dialogisches Führen – ein erfolgreiches Konzept?

Wer kennt die Situation nicht: Man befindet sich in der Ausstellung – im eigenen Haus oder als Besucher – und lauscht einer Führung. Oft genug hört man den Monolog des Museumspädagogen, mit dem Dialog zwischen Besuchern und Führendem ist es nicht weit her. Meist liegt das weniger am Museumspädagogen als an den zurückhaltenden Besuchern, die auf gesprächsanregende Fragen eher abweisend reagieren.

Das ist natürlich nicht immer so. Jüngere Besucher, gerade Schüler- und Kindergruppen blühen in den meisten Fällen geradezu auf, wenn sie sich mit eigenen Gedanken und Überlegungen an der Führung beteiligen dürfen. Das in der Ausstellung Gesehene und Erfahrene prägt sich wesentlich besser ein, wenn sie die Exponate eigenständig erkunden – angeleitet durch Fragen und Anregungen des Museumspädagogen. Gleiches gilt natürlich auch für Erwachsene, auch wenn es oft lange dauert, sie aus der Reserve zu locken.

Das “dialogische Führen” erweist sich bei immer mehr Ausstellungen als unverzichtbar. Oft genug werden so kontroverse und provozierende Themen angesprochen, dass die Besucher von sich aus untereinander und mit dem Führenden in den Dialog treten. So zum Beispiel bei der Ausstellung “Schädelkult”, die momentan im Westfälischen Museum für Archäologie in Herne zu sehen ist. Zwei Themenschwerpunkt erweisen sich hier als besonders brisant:

Viele der Schädel sind während des 19. Jahrhunderts nach Europa gekommen. Wie genau die Objekte hierher gelangten, ob den Einheimischen abgekauft oder einfach entwendet, ist meist unklar. Heute stellen immer mehr Länder, aus denen die Schädel stammen, Rückforderungen an europäische Museen und Sammler. Wie geht man mit diesen Rückforderungen um? Das ist eine Frage, die die Besucher der Ausstellung umtreibt und die während der Führung diskutiert wird.

Außerdem beschäftigt viele Besucher die Frage der Ethik: Kann/darf man menschliche Überreste zur Schau stellen? Eine so große Zahl menschlicher Schädel wie bei Schädelkult findet man selten in einer Ausstellung versammelt – kein Wunder, wenn bei den Besuchern die Frage aufkommt, ob der Respekt den Toten gegenübergewahrt wird, wenn sie so zur Schau gestellt werden.

Ausstellungen wie Schädelkult zeigen, dass das dialogische Führen bei Gruppen aller Altersgruppen ihren Sinn hat. Es wäre schön, wenn erwachsene Besucher auch bei weniger brisanten Themen das Gespräch suchen bzw. sie mit Hilfe der Museumspädagogen dazu animiert werden können – schließlich ist die Diskussion nicht nur für die Besucher, sondern auch für die Museumsmitarbeiter von großem Wert.

Auch der Deutsche Museumsbund widmete sich dem Umgang mit menschlichen Überresten in Ausstellungen. Unter der Leitung von Wiebke Ahrndt wurde 2012 ein Leitfaden erstellt, der Hinweise zum korrekten Umgang mit diesen Exponaten bietet. Wiebke Ahrndt ist Direktorin des Bremer Überseemuseums, ein Haus, das zahlreiche menschliche Überreste beherbergt.

Eine gute Lösung zum respektvollen Umgang mit einem Verstorbenen fand man beispielsweise auch im Museum der Burg Linn. Hier findet sich das Skelett des Herrn Otto von Linn (Erbauer der Burg) in einer sehr ansprechenden und zurückhaltenden Weise präsentiert.

Und sonst?

Wir erarbeiten ein museumspädagogisches Konzept für die Ausstellung “CREDO – Christianisierung Europas im Mittelalter”, ein Ausstellungsprojekt des Diözesanmuseums, des Museums in der Kaiserpfanz und Städtische Galerie in Paderborn. Wir werden eine Familienführung unter dem Titel “Gemeinsam für ein Halleluja” erstellen, die einen Dialog zwischen Jund und Alt zum Thema Christianisierung anregt und moderiert.

Unser neues Logo ist da. Grüner, frischer, jünger. Wir freuen uns und hoffen, dass es Ihnen genauso gut gefällt wie uns. Außerdem gibt es zum neuen Logo endlich auch die neue Website, die ebenso wie das Logo grün und frisch, aber auch sehr viel übersichticher geworden ist.

Mit der Website hat sich auch die Email-Adresse geändert: post@geschichtsmanufaktur.com

Veranstaltungen: Auf Einladung des Rheinischen Roundtables für History Marketing halten wir am 16.1.2013 im DOMID in Köln einen Votrag. Das Thema:

“Smarte Geschichte? – Historische Themen als Apps”.

Neues aus der Forschung:

Heute wartet die Geschichtsmanufaktur mit einem modischen Tip auf – allerdings nur für unsere Leser, die eine bis zur Taille reichende Haarpracht haben. Die us-amerikanische Friseurin und Hobbyarchäologin Janet Stephens hat in siebenjähriger Forschungsarbeit die Frisur der Vestalischen Jungfrauen ergründet. Sie fand nach gründlicher Untersuchung einer Portraitbüste aus dem Walters Art Museum in Baltimore heraus, dass die Damen sieben Zöpfe unterschiedlicher Flechttechniken auf dem Haupt trugen. Lässt man diese Frisiur von einer Person flechten – wohlgemerkt einer geübten Person – dauert es immernoch stolze 30 bis 45 Minuten, bis das Meisterwerk vollendet ist.

Sie möchten den Newsletter abbestellen?

Dann schreiben Sie bitte eine Mail an post@geschichtsmanufaktur.com, wir nehmen Sie dann umgehend aus der Mailingliste.

 

Früher war mehr Lametta!

Wir bedanken uns bei den engagierten Bastlern für die fotographierten Bäume!

 

 

Weihnachtsbaum_viality

Viality

Michael Lagers – Westfälisches Museum für Archäologie

Heike Kollakowski – zehn23 Studio für Gestaltung

Linda Oberste-Beulmann, Emschertal Museum

Kai Jansen, CREDO – Die Christianisierung Europas im Mittelalter

Bettina Rinke, Museumsinitiative OWL

App und QR-Code – Ein Vergleich

Wir haben einen QR-Code!

Versuchen Sie doch mal, unsere Website auf Ihrem Smartphone über unseren QR-Code einzugeben. Unsere Website ist selbstverständlich auch mobil und daher also auf einem Smartphone gut lesbar.

QR-Code der Geschichtsmanufaktur

QR-Codes werden auch für Museen immer interessanter. Neben Apps bieten sich die kleinen schwarz-weißen Rechtecke für Museen und Ausstellungen eine kostengünstige Möglichkeit zur multimedialen Kommunikation mit den Besuchern.

Doch wo genau liegen die Unterschiede zwischen Apps und QR-Codes? Darüber informiert in einfachen Worten die folgende Auflistung

 

Kriterium QR-Code App
Umfang Website, ausgestattet mit zahlreichen Unterseiten für die jeweiligen Exponate. Einheitliches Programm, installiert auf dem jeweilgen Smartphone/Tablet-PC des Besuchers.
Internet Wird benötigt, da der Besucher durch das Abscannen der Codes auf eine Website geleitet wird. Die Einwahl erfolgt entweder über UMTS (wenn im Haus ausreichend) oder über ein im Museum installiertes W-LAN-Netz. Nicht nötig, das Programm wird vor dem Besuch auf dem Smartphone installiert und läuft dann ohne Internetzugang.
Nutzung außerhalb Da die QR-Codes webbasiert sind, ist es problemlos möglich, die Informationen auch durch Eingabe der URL vom heimischen PC aus abzurufen. Die App ist fest auf dem Smartphone/Tablet-PC des Besuchers installiert und kann jederzeit von diesem genutzt werden.
Verschlüsselung Daten und Informationen zu Exponaten o.ä., die der Besucher nur im Museum erhalten soll, sind verschlüsselbar. So wird gewährleistet, dass die Expoante nicht nur vor dem heimischen PC betrachtet werden, sondern ein Museumsbesuch erfolgen muss, um alle Informationen zu erhalten. Auch hier ist es möglich, Informationen zu Exponaten erst im Museum zugänglich zu machen. Die App kann so als “Appetizer” funktionieren, die den Besucher in die Ausstellung lockt.
Ankündigungen Ankündigungen sind auf der mobilen Website problemlos aufführbar, Informationen dazu erhält der Nutzer jedoch nicht automatisch. Der App-Nutzer wird über jede Änderung der App informiert. Praktisch heißt das, dass der Nutzer z.B. immer bei einem neuen Eintrag im Veranstaltungskalender der App über die anstehende Veranstaltung informiert wird.
Anforderungen an den Nutzer Der Nutzer muss bei jedem QR-Code selbst in Aktion treten und den Code einscannen. Im Gegenzug muss er jedoch nichts auf sein Telefon herunterladen, Speicherplatz wird also nicht in Anspruch genommen. Die App muss heruntergeladen werden. In der Ausstellung muss der Besucher die Informationen zum jeweiligen Exponat z.B. per Zahleneingabe abrufen. Eine Ausstattung der Ausstellung mit einem internetbasierten Leitsystem, das dem Nutzer automatisch die Informationen zu Objekten in seiner Umgebung anzeigt ist möglich, jedoch sehr kostenintensiv und störungsanfällig.  Informationen zu Veranstaltungen und Neuerungen erhält der Nutzer automatisch.
Anbindung an äußere Begebenheiten Die Website kann Informationen zu den umliegenden Gebäuden enthalten, die ebenfalls mit QR-Codes ausgestattet werden können. So kann das Museum vor den historischen Hintergrund der Stadt betrachtet und weitere Punkte in der Umgebung einbezogen werden. Gleiches gilt für die App.
GPS (interessant, wenn auch aushäusige Bereiche einbezogen werden sollen) Eine GPS-Anbindung ist nicht möglich, dementsprechend fehlt die Navigationsfunktion zu den nächsten interessanten und mit QR-Codes ausgestatteten Punkten in Minden. Es können jedoch problemlos Wegbeschreibungen zu den jeweiligen Punkten auf der Website hinterlegt werden, die dem Nutzer Weghinweise geben. So ist die Installierung eines Rundweges durch Minden möglich, jedoch ohne direktes Leitsystem für den Nutzer. Eine GPS-Anbindung ist möglich, die App funktioniert in diesem Fall auch als Navigationsgerät. So kann der Besucher außerhalb des Museums zu interessanten Punkten in Minden geleitet werden. Er erhält dazu von seinem Smartphone/Tablet-PC die genauen Wegbeschreibungen von seinem jeweiligen Standpunkt aus. Steht er also vor einem in der App enthaltenen Gebäude, erhält er unmittelbar den Hinweis, wo sich der nächste Punkt befindet, und wird dorthin geleitet.
Erweiterungen Wenn gewünscht, können im Laufe der Zeit mehr Exponate eingepflegt werden. Ebenso bei einer App
Sonderausstellungen Im Bereich der Website kann ein graphisches Grundgerüst für Sonderausstellungen errichtet werden, in das die Informationen zu den jeweiligen Exponaten bei Bedarf eingepflegt werden. Dieses Grundgerüst ist immer wieder verwendbar. Gleiches gilt auch für eine App.
Wartungsintensität (Texte) Die Wartung kann durch die Museumsmitarbeiter erfolgen. Da die Website CMS-basiert ist, können diese neue Texte eingepfelgen. Neue Texte bzw. Textänderungen sind leicht und schnell möglich, jedoch müssen sie durch den Appentwickler in den Quellcode die App eingegeben werden.