Archive for the ‘ Vergangenes ’ Category

Neue QR-Code-Stele auf dem Ostfriedhof!

Heute wurde die QR-Code-Stele an der Gruft der Familie Schüchtermann installiert. Die Stele informiert über das wohltätige Wirken des Industriellen Heinrich Schüchtermann und seiner Frau Antoinette Schiller-Schüchtermann.

Im Januar wird außerdem am Denkmal Schüchtermanns ein Code angebracht, der über das berufliche Werk Schüchtermanns informiert.

Ruhrnachrichten berichten über vergangenes verorten und den neuen QR-Code in Dortmund-Körne

Wir freuen uns über einen neuen Bericht in den Ruhrnachrichten. Kurz nach der Montage des QR-Code an der Stele zum 1000jährigen Bestehen des Stadtteils Körne ist er erschienen. Der Code informiert über den mittelalterlichen Haupthof des Reichshofs Körne.

QR-Code an Stele Ein kleines Quadrat zu Körnes Geschichte – Ruhr Nachrichten

Auch die Seite der Stadt Dortmund erwähnt unseren Code! Geschichte Innenstadt-Ost verortet Vergangenes – Nachrichtenportal – Leben in Dortmund – Stadtportal dortmund.de

Crowdfunding-Kampagne gestartet!

Unsere Crowdfunding-Kampagne für das Projekt “vergangenes verorten” ist gestartet. Momentan sammeln wir Fans, um danach in die Finanzierungsphase starten zu können.

Wenn Ihnen unsere Idee, historische Orte Dortmunds mit QR-Codes auszustatten, unterstützen Sie uns.

Hier geht es zu unserer Kampagne:

Guidyon nimmt am Leo Baeck Programm teil

Wir freuen uns, mit unserem Projekt Guidyon am Leo Baeck Programm der Stiftung “Erinnerung, Verantwortung, Zukunft” teilzunehmen und gemeinsam mit Dortmunder Schülern einige jüdische Gräber auf dem Dortmunder Ostfriedhof zu erforschen und mit QR-Codes auszustatten.
Die Informationen zum Stand der Dinge gibts auf www.guidyon.de

“Friedhofskultur” über Guidyon

Friedhoskultur – Die Zeitschrift für das gesamte Friedhofswesen. September 2013

 

Der König ist tot – lang lebe der König!

So hieß es in vielen Monarchien – und in den meisten ist es immer noch so. Die Niederlande gehören zu den wenigen Monarchien, in der Könige bzw. Königinnen abdanken und so Platz machen für die nächste Generation. Schweden und Großbritannien handhaben das anders – wie sonst wäre ein Kronprinz zu erklären, der schon Mitte 60 ist!
Trotz mancher Unterschiede, die Zeremonie in der Niuwe Kerk am 30. April 2013 verlief ebenso nach strengem Protokoll, wie das auch für andere Königshäuser gilt – und sie endete mit der Verkündigung des Herolds “Es lebe der König.”
Überhaupt: Herold, Stallmeister und Marschall waren auch mit dabei – denn die zahlreichen Amtsbezeichnungen aus längst vergangenen Zeiten leben bis heute fort.

Womit wir bei den großen und kleinen Problemen wären, die ein strenges Protokoll mit sich bringen kann – und der Marschalldienst gehörte zu den eher schwierigen Themen im Mittelalter. Marschalldienst bedeutet, neben dem Pferd eines anderen herzulaufen, dessen Steigbügel zu halten und den Zügel zu führen. Damit ordnete man sich dem Reiter unter und wurde dessen Lehnsmann. Dieser Dienst konnte aber auch als reiner Ehrendienst ausgeführt werden und in diesem Sinne führten ihn die Könige aus, die Kaiser werden wollten. Dumm, wenn die eine Seite – in diesem Fall der Papst – den Marschalldienst (absichtlich?) falsch deutet.
Lothar III. hatte Papst Innozenz III. bei einem Treffen in Lüttich den Marschalldienst geleistet. Dieser Ehrendienst wurde im Bild festgehalten – allerdings mit der Unterschrift, dass Lothar durch den Marschalldienst zum Lehnsmann des Papstes geworden sei – was keineswegs dessen Absicht gewesen ist.
Auch ohne Yellow Press und Internet verbreitete sich die Nachricht von dem Bild und vor allem dem Text wie ein Lauffeuer. Der Skandal war da, die Bildunterschrift wurde schnell wieder getilgt, aber das Misstrauen blieb: Friedrich I. Barbarossa hatte aus dem Fehler seines Vorgängers gelernt und vollzog den Marschalldienst erst, als jede lehnsrechtliche Interpretation ausgeschlossen war. Schließlich wollte er Kaiser werden, und kein Untergebener des Papstes.
Überhaupt war das Verhältnis von Kaiser und Papst oft angespannt, denn beide sahen sich als die Nummer 1 an. Die Empfindlichkeiten zogen sich bis in den Briefwechsel hinein: Friedrich I. bestand darauf, dass sein Name vor dem des Papstes in der Briefadresse zu stehen habe und dieser stets im Singular angeredet werden solle – der Papst bestand jedoch auf die Anrede “dominus dominus”, um sich von Kaiser und anderen weltlichen Großen abzuheben.

Solche Probleme sind von dem neuen niederländischen Königspaar eher nicht zu erwarten, statt Willem IV. bleibt es beim Rufnamen Alexander – die offizielle Anrede erinnere ihn zu sehr an die Namen, die man Kühen heute gebe.
Übrigens, nicht nur in Sachen Thronwechsel läuft in den Niederlanden einiges anders, Willem-Alexander blieb das Tragen der schweren Krone erspart, niederländische Könige werden nicht gekrönt, ihnen wird gehuldigt, wenn sie ihr Amt antreten.

Mary Leaky

Heute vor 100 Jahren wurde Mary Douglas Nicol geboren – die als Mary Leaky berühmt wurde.

Schon früh faszinierte sie die Urgeschichte des Menschen und auch die Tatsache, dass sie wegen Aufsässigkeit von der Schule flog, hinderte sie nicht daran, an ihrem Traum, Archäologin zu werden, festzuhalten. Sie besuchte ab 1930 Archäologie- und Geologiekurse und arbeitete bei archäologischen Ausgrabungen als wissenschaftliche Illustratorin.

1937 ging sie mit ihrem Mann Louis Leaky nach Kenia, wo sie in den folgenden Jahrzehnten zahlreiche wichtige Funde machte:

1948 fand Mary Leaky auf einer Insel im Victoria-See Überreste einer Menschenaffenart, die vor ca. 16 Millionen Jahren existierte. Der Proconsul africanus ist möglicherweise der Vorfahre der afrikanischen Gorillas.

1959 entdeckte sie den “Nussknackermenschen”. Ursprünglich als Zinjanthropus beschrieben, wird er heute Australopithecus boisei bzw. Paranthropus boisei genannt.

1978 machte Mary Leaky ihre größte Entdeckung: Die Fußspuren von Laetoli. Vor über 3 Millionen Jahren hinterließen zwei aufrecht gehende Homininen diese Spuren, die in vulkanischer Asche versteinert worden waren.

1983 beendete sie ihre berufliche Laufbahn als anerkannte Wissenschaftlerin – trotz fehlender akademischer Titel.

Ihr Sohn Richard Leaky, seine Ehefrau Meave und deren Tochter Louise sind übrigens ebenfalls erfolgreiche Paläoanthropologen und haben einige wichtige Funde vorzuweisen, u.a. den als Turkana Boy bezeichneten Homo erectus. Man darf gespannt sein, was die Familie Leaky noch alles zu Tage fördern wird…

Mehr Informationen über die Familie Leaky:
http://leakeyfoundation.org/about-us/leakey-family/mary-leakey/

und zur Humanevolution:
http://www.evolution-mensch.de/

Früher war mehr Lametta!

Wir bedanken uns bei den engagierten Bastlern für die fotographierten Bäume!

 

 

Weihnachtsbaum_viality

Viality

Michael Lagers – Westfälisches Museum für Archäologie

Heike Kollakowski – zehn23 Studio für Gestaltung

Linda Oberste-Beulmann, Emschertal Museum

Kai Jansen, CREDO – Die Christianisierung Europas im Mittelalter

Bettina Rinke, Museumsinitiative OWL

Gesucht: Der schönste Weihnachtsbaum!

Noch knapp zwei Wochen, dann erstrahlen in vielen Wohnzimmern wieder die Weihnachtsbäume – Wer sich seinen Schreibtisch auch noch verschönern möchte, der kann sich einfach einen Baum für’s Büro basteln!

Aber woher kommt eigentlich der Brauch, nadelnde Bäume in die gute Stube zu stellen?

Angefangen hat alles lange vor der Christianisierung, schon die alten Römer hingen sich immergrüne Zweige in die Räume, um den Winter zu vertreiben.
Im Mittelalter wurde am 24.12. das Paradiesspiel aufgeführt, in dem der Paradiesbaum eine wichtige Rolle spielte. Der Jahreszeit geschuldet griff man auf einen Tannenbaum zurück, der mit Äpfeln und Nüssen geschmückt wurde.In einigen Regionen Norddeutschlands gehörten sogar bis in das 20. Jahrhundert Adam, Eva und die Schlange zum traditionellen Christbaum-schmuck.
Aus dem Paradiesbaum wurde der Weihnachtsbaum, der Schmuck blieb lange Zeit essbar und wurde durch Elemente aus Papier ergänzt. Die Christbaumkugel stammt der Legende nach von einem armen Glasbläser, der die Äpfel lieber seinen Kindern gab und statt dessen welche aus Glas herstellte. Tatsächlich ist das Auftragbuch eines Glasbläsers aus Lauscha erhalten, in dem sich für das Jahr 1848 ein Auftrag über 6 Dutzend Weihanchtskugeln verschiedener Größe findet.

Warum auch immer die Christbaumkugel erfunden hat, sie ist heute der klassische Baumschmuck. Das wiederum verdanken wir Frank Winfield Woolworth (der von der Kaufhauskette), der die Kugeln in die USA importierte. Bis zum Ersten Weltkrieg wurde der Baumschmuck übrigens nur in Lauscha hergestellt.

Jetzt seid ihr dran! Bastelt einen Baum und schickt uns ein Foto. Unter allen Teilnehmern, die uns bis zum 20.12. ein Bild schicken, verlosen wir ein Feuerschlägerset aus unserem Shop. Bis Heiligabend ist es zwar nicht da, aber mancherorts gibt’s die Geschenke ja erst mit den Heiligen Drei Königen ;-)

Und so geht’s: Einen Baum aufzeichnen und zwei Mal aus grüner Pappe ausschneiden. Den einen Baum von der Spitze bis in die Mitte einschneiden, den Anderen vom Stamm bis in die Mitte. Beide Teile zusammenstecken und verzieren.

Viel Spaß beim Mitmachen!