Archive for the ‘ Vortragsreihen ’ Category

Geschichtsmanufaktur erstellt eine Machbarkeitsstudie & schult Museumsmoderatoren

Bereits im Sommer 2014 hat die Geschichtsmanufaktur die heimatvereingeführten Museen der Städte Schmallenberg und Bad Berleburg besucht und eine Bewertung der Situation der Museen vor Ort im Bezug auf die museumspädagogische Aufstellung der Häuser vorgenommen. Nach Ortsterminen in allen Häusern und gründlichen Gesprächen mit den Kulturbüros der Städte Schmallenberg und Bad Berleburg wie auch den Heimatvereinen wurde von der Geschichtsmanufaktur ein Konzept entwickelt, die personelle Situation der Museen vor Ort aufzuwerten und neue Mouseumsmoderatoren zu schulen.

In einer mehrwöchigen Schulung hat die Geschichtsmanufaktur 2015 schließlich 16 neue Museumsmoderatoren ausgebildet. In mehreren Workshops arbeiteten sich die Teilnehmer in die Kunst der Museumsmoderation ein und entwickelten unter Anleitung der Geschichtsmanufaktur museumspädagogische Konzepte für die zahlreichen Museen der beiden Städte. Gefördert wurde das Projekt im Rahmen der Kulzurentwicklungsplanung im ländlichen Raum vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen.

Eine der von der Geschichtsmanufaktur geschulten Museumsmoderatoren wurde sogar schon von der Presse besucht. Hier gehts zum Artikel. Und hier ist es auch nochmal zu sehen:

 

 

Geschichtsmanufaktur kuratiert die Ausstellung „Ausgepackt – Die Glas- und Keramiksammlung des Emschertal-Museums“

Vom 21.6.2015 bis zum 17.1.2016 zeigt das Emschertal-Museum in Herne die von der Geschichtsmanufaktur kuratierte Sonderausstellung „Ausgepackt – Die Glas- und Keramiksammlung des Emschertal-Museums“.

Gezeigt werden die Hightlights des Museumssammlung: Von der Jungsteinzeit bis in die jüngste Vergangenheit lässte sich die spannende und abwechslungsreiche Geschichte der Werkstoffe Glas und Keramik verfolgen.

  • Einblick in die Ausstellung

 

Oberbürgermeister Sierau und Rabbiner Apel weihen die QR-Code-Stelen von vergangenes verorten ein

Gestern, am 19.3.2015 fand auf dem Dortmunder Ostfriedhof mit einer kleinen Feier die Einweihung von fünf neuen QR-Code-Stelen statt. Den Inhalt hinter den Codes haben wir gemeinsam mit zwanzig Jugendlichen der Ricarda-Huch-Realschule erstellt. Die Stelen stehen auf dem jüdischen Gräberfeld des Ostfriedhofs und informieren den interessierten Smartphone-Nutzer über das Leben von vier jüdischen Dortmundern, die am Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts hier lebten sowie auch über die Geschichte des Mahnmals für die Opfer des Holocaust.

Wir freuen uns sehr, dass zu unserer Einweihungsfeier Oberbürgermeister Ullrich Sierau erschien, sowie auch Rabbiner Avichai Apel, der Geschäftsführer der Jüdischen Kultusgemeinde Groß-Dortmund Leonid Chraga, die stellvertretende Schulleiterin der Ricarda-Huch-Schule Frau Ute Höltke gemeinsam mit Ralf Symior, einem Lehrer der genannten Schule, der uns in unserem Vorhaben ebenfalls immer unterstützte, der Ehrenvorsitzende der Werbegemeinschaft Kaiserstraße Arnold Vogt und natürlich der Geschäftsführer der Dortmunder Friedhöfe Uli Heynen. Ganz besonders schön war es, dass auch viele der Jugendlichen erschienen, die die Inhalte der QR-Codes so schön erstellt haben.

Auch die Presse war zugegen, so freuen wir uns über einen Beitrag in der WDR-Lokalzeit, der nun für einige Tage in der WDR-Mediathek zu sehen ist. Außerdem waren Ruhrnachrichten und Stadtanzeiger zugegen, sowie die Pressestelle der Stadt Dortmund.

QR-Code am Schüchtermann-Denkmal

Wir freuen uns sehr, dass wir mit vergangenes verorten eine weitere QR-Code-Stele in Dortmund plazieren konnten. Diesmal am Denkmal des Dortmunder Industriellen Heinrich Schüchtermann.

Modellprojekt der Landesregierung

Im Sommer 2014 hat die Geschichtsmanufaktur am Modellprojekt der „Kulturentwicklungsplanung im ländlichen Raum“ mitgearbeitet. Für die Städte Bad Berleburg und Schmallenberg haben wir insgesamt elf Museen genauer unter die Lupe genommen und ein Konzept entwickelt, mit dem im kommenden Jahr für einige der Museen vor Ort neue Museumsführer ausgebildet werden können.

Hier gibts weiter Informationen zu dem Projekt und zu unserer Arbeit.

Die Geschichtsmanufaktur in Schmallenberg und Bad Berleburg

 

Orgainisation des Jahrestagung des BfK

Gemeinsam mit einigen anderen Firmen der Region Rhein-Ruhr organisiert die Geschichtsmanufaktur die Jahrestagung des Bundes freiberuflicher Kulturwissenschaftler am 17. und 18. April 2015 auf Zeche Zollverein in Essen.

Die Tagung richtet sich an alle selbstständig arbeitenden Kulturwissenschaftler. In ingesamt vier Workshops am Freitag und Samstag erarbeiten die Teilnehmer mit qualifizierten Coaches Strategien zur erfolgreichen Akquise, zum Fundraising und Netzwerken und klären Fragen zur beruflichen wie privaten Vorsorge.  Zwei Workshops (Akquise & Versicherung) richten sich an die Neulinge im Sektor der Selbstständigkeit, zwei Workshops (Fundraising & Netzwerken) sind für die „Alten Hasen“ im Geschäft bestimmt.

Nähere Informationen folgen in Kürze

Stolpersteine in der App der Mahn- und Gedenkstätte Steinwache

Im vergangenen Jahr haben wir für die Mahn- und Gedenkstätte Steinwache Dortmund eine App konzipiert, die sowohl Informationen zur Steinwache bietet als auch den Nutzer via GPS zu den 15 wichtigsten Orten Dortmunds in der NS-Zeit leitet.

Wir freuen uns, diese App nun weiter ausbauen zu können. In Text und Bild werden wir ab Januar 2015 über die Schicksale von 100 Personen und Familien berichten, an die auf dem Dortmunder Stadtgebiet mit einem Stolperstein erinnert wird.

Der App-Nutzer kann sich direkt via GPS zu den einzelnen Stolpersteinen leiten lassen oder sich spontan per App über das Schicksal der Person informieren, an deren Stolperstein er gerade zufällig vorbei kommt.

Die App der Steinwache steht hier zum Download bereit:

iOS (Apple)

Android

Konzeptionen für die Ausstellung „200 Jahre Westfalen. Jetzt!“

Die Geschichtsmanufaktur übernimmt Konzeption und Aufbau des gesamten museumspädagogischen Umfelds der im August 2015 im Dortmunder Museum für Kunst und Kulturgeschichte (MKK) startenden Ausstellung „200 Jahre Westfalen“.

Zu unseren Aufgaben gehören folgende Teilbereiche:

  • Konzeption drei museumspädagogischer Programme (Erwachsene/Sek.II, Sekundarstufe I und Primarstufe). Alle Programme für Schulklassen orientieren sich eng am Colloquium der jeweiligen Jahrgänge.
  • Konzeption eines „Entdeckerhefts“ für Familien. Das Heft wird gemeinsam mit einem Jugendbeirat entwickelt, der eigens für die Ausstellung eingerichtet wird. Die Leitung des Beirates obliegt Frau Christine Piepiorka (Leiterin des Kinder- & Jugendbeirats des Adlerturms) und Katharina Hülscher (Geschäftsführerin der Geschichtsmanufaktur).
  • Entwicklung eines unterhaltsamen Begleitprogramms für Exkursionen zu bedeutenden Orten Westfalens.
  • Mitgestaltung und -durchführung eines „Runden Tisches“ für Lehrer.

Ruhrnachrichten berichten über vergangenes verorten und den neuen QR-Code in Dortmund-Körne

Wir freuen uns über einen neuen Bericht in den Ruhrnachrichten. Kurz nach der Montage des QR-Code an der Stele zum 1000jährigen Bestehen des Stadtteils Körne ist er erschienen. Der Code informiert über den mittelalterlichen Haupthof des Reichshofs Körne.

QR-Code an Stele Ein kleines Quadrat zu Körnes Geschichte – Ruhr Nachrichten

Auch die Seite der Stadt Dortmund erwähnt unseren Code! Geschichte Innenstadt-Ost verortet Vergangenes – Nachrichtenportal – Leben in Dortmund – Stadtportal dortmund.de

Newsletter 2014-2

Newsletter 2-2014

Das Ehrenamt in der Kultur – eine Beleuchtung von mehr als einer Seite
Momentan tourt die Wanderausstellung „Unser Denkmal. Wir machen mit“ zum Thema ehrenamtliches Engagement in der Denkmalpflege durch Nordrhein-Westfalen. Organisiert wurde die Ausstellung von vielen unterschiedlichen Partnern wie dem LVR und dem LWL, um nur zwei zu nennen.
Die Ausstellung spricht ein Thema an, das immer wichtiger für den Kultursektor wird. Ohne das Engagement von zahlreichen Freiwilligen könnten viele kultureller Projekte nicht nur in Nordrhein-Westfalen, sondern in ganz Deutschland nicht realisiert werden.
Meistens bringen die ehrenamtlichen Helfer hohen Sachverstand ein und sie liefern Ergebnisse von erstaunlicher Qualität. Mit geübtem Blick entdeckte schon so manch ein Freiwilliger beim Gang über ein Feld archäologische Funde oder entzifferte alte Schriften. Und ohne die vielen jungen Leute im Bundesfreiwilligendienst würde so manches Museum in die Knie gehen. Sie alle haben sich ein Wissen angeeignet, das dem der wissenschaftlich ausgebildeten Archäologen, Historiker, Kunsthistoriker und Geologen häufig in nichts nachsteht.
Doch trotz allem lohnt ein kritischer Blick auf das Ehrenamt. Beispielsweise verzichten vielen Museen auf geschultes Personal und lassen Führungen von Freiwilligen, meist von mit didaktischem Wissen unbelasteten Rentnern durchführen. Fachlich sicher oft hervorragend, kann es so jedoch dazu kommen, dass etwa eine Schülergruppen unfreiwillig als Publikum für einen ausufernden Vortrag über das Lieblingsobjekt eines älteren Herren eingespannt wird. An solch einem Punkt stellt sich dann die Frage, ob man einen Ehrenamtler in seinem Tun auch lenken kann – immerhin stellt er sein Wissen ja kostenlos der Allgemeinheit zur Verfügung. Ist er dann trotzdem Weisungsgebunden?
Und besteht nicht auch die Gefahr, dass in ihrer Freizeit arbeitende Ehrenamtler, die auf eine Bezahlung nicht angewiesen sind, Stellen blockieren, die andere nach einer langwierigen und teuren Ausbildung zum Broterwerb benötigen?
Gerade dort, wo junge, engagierte Menschen oft nur schwer eine Beschäftigung finden, lohnt auch ein kritischer Blick auf das Ehrenamt – ohne das Können, Wissen und Engagement zu schmälern, das Freiwillige der Wissenschaft und Gesellschaft zur Verfügung stellen.

Und sonst?
Die Geschichtsmanufaktur hat in den letzten Monaten gemeinsam mit zehn23 – studio für gestaltung ein vom LeoBaeckProgramm der Stiftung „Erinnerung.Verantwortung.Zukunft“ finanziertes Projekt initiiert, bei dem Schüler der Ricarda-Huch-Realschule in Dortmund die Biographien einiger jüdischer Dortmunder erforschten, die heute auf dem Dortmunder Ostfriedhof bestattet sind. An ihren Gräbern werden im Mai QR-Codes angebracht, durch die die Besucher vor Ort die Ergebnisse des Schülerprojektes abrufen können.
Die Schülerarbeiten sind aber auch vom PC abrufbar unter www.guidyon.de

Neues aus der Forschung
Worüber lachten die alten Ägypter? Dieser Frage ist der Ägyptologe Prof. Dr. Ludwig Morenz in seiner Studie „Kleine Archäologie des ägyptischen Humors. Ein kulturgeschichtlicher Testschnitt“ nachgegangen. Dazu untersuchte er Inschriften und Bilder auf Reliefs, Papyri oder Tonscherben – und stellte dabei fest: Humor hatte im Ägypten der Pharaonen genauso seinen Platz wie noch heute bei uns.
In den Witze, die man sich im Schatten der Pyramiden erzählte, verdrehte man gerne die bekannte Realität und übersteigerte das, was man als normal wahrnahm. So finden sich etwa Tierhieroglyphen, in denen ein Nilpferd in einem Baum sitzend Feigen sammelt, während ein Spatz mühselig eine Leiter besteigt. Man machte sich aber auch ironisch über seine Mitmenschen lustig, wenn man etwa bei gewissen Berufsgruppen übertrieben die schlechten Eigenschaften herausstellte, um den eigenen Berufsstand in den allerhöchsten Tönen zu loben. Auch ihre Feinde verspotten die Ägypter gerne, eine Tonscherbe zeigt etwa einen Nubier, der vor einer Katze und einer Maus kniet und um Gnade fleht.
Überliefert ist zumeist nur der Humor der Oberschicht. Das liegt einfach daran, dass die einfachen Menschen nicht schreiben konnten und so kaum die Möglichkeit fanden, eigene Witze oder komische Szenen festzuhalten. Humor hatte dabei den gleichen Zweck wie noch heute, er schuf Gruppenzugehörigkeit und hielt die Gesellschaft zusammen. Das sich die kleinen Leute über „die da oben“ lustig machten, darf daher angenommen werden. Und manche der alten Witze wirken auch heute noch spontan. So zeigt ein Relief in einem Grab in Saqqara einen an eine Tür gelehnten Wächter – schlafend.
(Quelle: http://www3.uni-bonn.de/Pressemitteilungen/060-2014 und http://www.wdr2.de/kultur/aegyptenhumor100.html )

(Autor:Katharina Hülscher)