Newsletter 2013-2

Newsletter 2/2013

Apps im Baukastensystem – praktische Lösungen für Museen mit kleinem Geldbeutel

Immer mehr Museen überlegen, ergänzend zum Führungsprogramm eine App entwickeln zu lassen, mit der sich der Besucher ohne Führung, aber dennoch geführt durch die Ausstellung bewegen kann. Viele große Museen haben eine solche App bereits. Kleinere, vor allem kommunale Museen scheuen diese Investition jedoch oft: Der Entwicklungsaufwand ist nicht zu unterschätzen, das Einpflegen der Inhalte nimmt ebenfalls Zeit in Anspruch und etwaige Änderungen zu späteren Zeitpunkten können sich als kostenintensiv erweisen.

Unser Partner, eine Dortmunder Softwarefirma, hat jetzt jedoch ein System entwickelt, das Abhilfe schaffen kann: Aus verschiedenen vorprogrammierten Bausteinen kann sich das Museum die Bestandteile der App selbst auswählen, das Design wird an das jeweilige Haus angepasst und das Einpflegen der Texte und Bilder ist mit einem Klick möglich. Durch die vorprogrammierten Elemente erübrigt sich die ständige Neuentwicklung für jedes Museum, was der App einen großen Kostenvorteil verschafft. Sollen auch Außenbereiche eingebunden werden – z.B. Archäologische Parks und Lehrpfade, Kunstpfade etc – ist die Ortung und Leitung der Besucher per GPS ein bereits in der App integrierter Bestandteil. Darüber hinaus kann jedes Museum selbstständig Änderungen an den Inhalten vornehmen, wodurch die Folgekosten erheblich reduziert werden. Damit ebnet sich der Weg zu einer App auch für Museen, die nur ein kleines Budget aufbringen können.

Projekte

Das Deutsche Klingenmuseum in Solingen eröffnet am 1.6.2013 seine Ausstellung „Klein… Kinder-, Spielzeug- und Miniaturbestecke“, die sich mit der vielfältigen und bunten Welt der Bestecke befasst, die eben ein bisschen kleiner sind als die alltäglichen Löffel, Messer und Gabeln. Die Geschichtsmanufaktur hat dazu zahlreiche Mitmachstationen und ein ausstellungsbegleitendes Heft entwickelt, die junge und ältere Besucher auf Entdeckungsreise durch die Besteckwelt schicken. http://www.klingenmuseum.de/_deutsch/dkm/ausstellungen/ausstellungsvorschau.html

Und sonst?

Wir planen, Burgen, Schlösser und andere historische Gebäude mit QR-Codes auszurüsten. Man kennt es ja von sich selbst: Man kommt bei einem Spaziergang ganz zufällig an einem interessanten Gebäude vorbei, sei es nun eine Burgruine, ein noch bewohntes Schloss oder ein spannendes Bauwerk in einer Stadt – unwillkürlich fragt man sich, welche Geschichte hinter diesem Bau steckt. Hier möchte die Geschichtsmanufaktur Antworten bieten. Mit Hilfe kleiner QR-Codes, aufgebracht auf Metall- oder Plexiglasplatten, kann sich der interessierte Spaziergänger über die Geschichte des Ortes informieren. Einfach abgescannt mit dem Smartphone kommt die Information direkt aufs Handy. Gerade für die vielen bewohnten Schlösser und Herrenhäuser eine praktische Lösung.

Neues aus der Forschung:

Seltsame Dinge entdecken Archäologen immer wieder in allen Teilen der Erde, die den Forschern Rätsel aufgeben. Das gilt auch für einen großen Steinkegel von 10m Höhe und 70m Durchmesser, den Forscher bereits 2003 per Echolot im See Genezareth entdeckten. Erst in diesem Frühjahr wurde die seltsame Formation allerdings vermessen. Es scheint, als sei der Kegel vor etwa 4000 Jahren von Menschenhand errichtet worden. Weshalb und zu welchem Zweck kann zum jetzigen Zeitpunkt nur vermutet werden. Vielleicht handelt es sich um einen Grabhügel, der erst in späteren Jahrhunderten von den Fluten des Sees bedeckt wurde.