Newsletter 2015 – 2

Neue Chancen für Museen – Indoorlokalisation wird einfacher

Museen, die in der Vergangenheit bereits mit Apps gearbeitet und sich an der Lokalisation des Appnutzers in der Ausstellung versucht haben, gaben bis dato nicht selten frustriert auf: Die genaue Standortbestimmung einer Person in einem Raum war und ist oft hardware- und kostenintensiv. Deshalb griffen viele Museen auf bewährte und einfachere Methode zurück: Der Besucher tippt selbstständig die an einer Vitrine befestigte Zahlenkombination in seine App ein und erhält die Informationen zum jeweiligen Exponat.

Eine Lösung scheint nun gefunden zu sein, denn seit einiger Zeit ist eine neue Technologie auf dem Markt, die die Lokalisation des Besuchers im Raum sehr viel einfacher macht: Es handelt sich um sogenannte Bluetooth-Beacons oder iBeacons (von Beacon [engl.] = Leuchtfeuer). Diese Beacons sind kleine Sender, die unauffällig an verschiedenen Positionen im Raum angebracht werden können. Sie senden in regelmäßigen Zeitabständen Signale aus. Kommt der Museumsbesucher mit seinem Smartphone in die Nähe des Senders, fängt dieses die Signale des Beacons auf. Vier kleine Beacons reichen, um die Position des Besuchers im Raum zu bestimmen. Kommt der Besucher nun in die unmittelbare Nähe eines in der App gelisteten Exponats, erhält er automatisch weiterführende Informationen auf sein Handy bzw. kann gezielt durch die Ausstellung geführt werden.

Die Datenübertragung geschieht via Bluetooth und ist somit mit jedem Smartphone kompatibel. Die Energiemenge, die für die Senderleistung benötigt wird ist extrem gering. Eingebaute Batterien halten also sehr lange.

Auch für Freilichtmuseen oder Häuser mit Außenanlagen ist die Technologie von Interesse. Selbstverständlich funktionieren die Beacons auch aushäusig und es gibt bereits die ersten mit Solarmodulen ausgestatteten Sender.

Und sonst?

Momentan findet im Schloss Strünkede in Herne die Ausstellung „Ausgepackt – die Glas- und Keramiksammlung des Emschertal-Museums“ statt. Sie zeigt die beeindruckende Geschichte der beiden Werkstoffe, die so viel mehr waren und sind als nur zwei Materialien zur Herstellung von Gebrauchsgegenständen. Kuratiert wurde die Ausstellung von der Geschichtsmanufaktur. Zu sehen ist sie noch bis zum 17.1.2016.