Posts Tagged ‘ Museum

klein… Kinder-, Spielzeug- und Miniaturbesteck

Am 31.05.2013 wurde im Deutschen Klingenmuseum in Solingen die neue Sonderausstellung eröffnet.

Gezeigt werden die neu erworbene Sammlung historischer Kinderbestecke von William H. Brown sowie Stücke der Bestandssammlung.

 

 

Wie isst man mit diesen Löffeln?

Aber kleines Besteck muss nicht automatisch Kinderbesteck sein: Oft sind es auch Sammlerstücke, die von großer Kunstfertigkeit zeuge. Dazu zählen auch die winzigen Klappmesser, die in eine Haselnuss-Schale passen.
Die Geschichtsmanufaktur hat die Ausstellung um ein Entdeckerbuch samt Stationen ergänzt, an denen kleine – und auch große – Menschen mit diversen Bestecken experimentieren können: Spaghetti nur mit der Gabel essen, Besteck zweckentfremden, verschiedenen Materialien erkunden und den besten Löffel für’s Eierlaufen finden.

 

 

Hier fühlen sich große Menschen wieder ganz klein

Bei der Ausstellungseröffnung zeigte sich schon, welche Station die Beliebteste wird: Tisch, Stuhl und Besteck im Größenverhältnis 2:1. Hier können sich Erwachsene zurückversetzen in die Welt der Kleinen – und die Kleinen fühlen sich ganz groß.

Noch bis zum 22. September kann der riesige Stuhl erklommen und das kleinste Besteck der Welt bestaunt werden.

Mehr Informationen zur Ausstellung gibt es hier.

 

Mai-Tagung 23./24.Mai 2013

Die Mai-Tagung 23./24.Mai 2013

Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik in Bonn: 2 Tage rund um das Thema „Museum and the Internet“, organisiert vom LVR, Fachbereich Kultur.

Besonders gespannt war ich auf den Länderschwerpunkt. Aus den Niederlanden wurden mehrere Projekte vorgestellt, die in Deutschland so wohl kaum realisierbar wären. Spannend vor allem die Frage: Was tun, wenn ein Museum für mehrere Jahre schließen muss? Die Antworten waren vielfältig – auch wenn nicht jede Idee den Praxistest bestanden hat.
Noch spannender die Frage nach „open data“: Welche Inhalte sollen ins Netz – nur zum Anschauen oder auch zur freien Nutzung? Das Rijksmuseum hat mit der Bereitstellung von Bildern zur freien Nutzung positive Erfahrungen gemacht und profitiert u.a. von einem stärker frequentierten Bilderservice sowie mehreren Apps, die sich auf seine Exponate beziehen. Hier die Apps über das Rijksmuseum.
Ob jedoch in absehbarer Zeit auch deutsche Museen sich zu Open Source-Projekten samt Hackathon  hinreissen lassen, wage ich zu bezweifeln.

Auch wenn die meisten vorgestellten Projekte in Kunstmuseen angesiedelt waren (die Archäologie kam gar nicht vor, historische Themen waren zwei Mal vertreten: Jüdisches Leben in Berlin und mehrere Projekte zum Ersten Weltkrieg), es gab jede Menge Anregungen: Warum nicht das Format des Bildpaten, wie es das Museum Kunstpalast erstmals zur Ausstellung „El Greco und die Moderne“ ausprobiert hat, auf eine kulturgeschichtliche Ausstellung übertragen: Paten wählen sich ein Exponat aus, über das sie berichten und das sie promoten – ausgestattet mit jeder Menge Hintergrundinfos und dem Recht, auch hinter die Kulissen zu schauen.

Neben dem Länderschwerpunkt feierte auch die Twitterwall ihre Premiere auf der Mai-Tagung – für Externe eine super Möglichkeit, dabei zu sein. Mich persönlich lenkte sie auch mal zu sehr ab von einem Vortrag, auch kamen kaum Impulse aus dem Tweetup für die laufende Diskussion.
Für die „Nachlese“ habe ich die tweets jedenfalls gerne genutzt – schließlich ergänzten sie die Vorträge mit Links und Literaturtipps.

Einige Fragen bleiben offen: Wollen Besucher lieber ihre eigenen Smartphones nutzen oder erwarten Sie Leih-Geräte? Lieber QR-Codes, Web-App oder native App? Wie kann man den Nutzen von tweetups evaluieren? Wie entwickeln sich die vorgestellten Projekte weiter?

Aber dafür gibt es ja die nächste Mai-Tagung…

 

Wer der Tagung noch einmal folgen möchte, hier sind die Tweets:
http://storify.com/TanjaNeumann/mai-tagung-2013
http://storify.com/TanjaNeumann/mai-tagung-2013-tag-2