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Mai-Tagung 23./24.Mai 2013

Die Mai-Tagung 23./24.Mai 2013

Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik in Bonn: 2 Tage rund um das Thema „Museum and the Internet“, organisiert vom LVR, Fachbereich Kultur.

Besonders gespannt war ich auf den Länderschwerpunkt. Aus den Niederlanden wurden mehrere Projekte vorgestellt, die in Deutschland so wohl kaum realisierbar wären. Spannend vor allem die Frage: Was tun, wenn ein Museum für mehrere Jahre schließen muss? Die Antworten waren vielfältig – auch wenn nicht jede Idee den Praxistest bestanden hat.
Noch spannender die Frage nach „open data“: Welche Inhalte sollen ins Netz – nur zum Anschauen oder auch zur freien Nutzung? Das Rijksmuseum hat mit der Bereitstellung von Bildern zur freien Nutzung positive Erfahrungen gemacht und profitiert u.a. von einem stärker frequentierten Bilderservice sowie mehreren Apps, die sich auf seine Exponate beziehen. Hier die Apps über das Rijksmuseum.
Ob jedoch in absehbarer Zeit auch deutsche Museen sich zu Open Source-Projekten samt Hackathon  hinreissen lassen, wage ich zu bezweifeln.

Auch wenn die meisten vorgestellten Projekte in Kunstmuseen angesiedelt waren (die Archäologie kam gar nicht vor, historische Themen waren zwei Mal vertreten: Jüdisches Leben in Berlin und mehrere Projekte zum Ersten Weltkrieg), es gab jede Menge Anregungen: Warum nicht das Format des Bildpaten, wie es das Museum Kunstpalast erstmals zur Ausstellung „El Greco und die Moderne“ ausprobiert hat, auf eine kulturgeschichtliche Ausstellung übertragen: Paten wählen sich ein Exponat aus, über das sie berichten und das sie promoten – ausgestattet mit jeder Menge Hintergrundinfos und dem Recht, auch hinter die Kulissen zu schauen.

Neben dem Länderschwerpunkt feierte auch die Twitterwall ihre Premiere auf der Mai-Tagung – für Externe eine super Möglichkeit, dabei zu sein. Mich persönlich lenkte sie auch mal zu sehr ab von einem Vortrag, auch kamen kaum Impulse aus dem Tweetup für die laufende Diskussion.
Für die „Nachlese“ habe ich die tweets jedenfalls gerne genutzt – schließlich ergänzten sie die Vorträge mit Links und Literaturtipps.

Einige Fragen bleiben offen: Wollen Besucher lieber ihre eigenen Smartphones nutzen oder erwarten Sie Leih-Geräte? Lieber QR-Codes, Web-App oder native App? Wie kann man den Nutzen von tweetups evaluieren? Wie entwickeln sich die vorgestellten Projekte weiter?

Aber dafür gibt es ja die nächste Mai-Tagung…

 

Wer der Tagung noch einmal folgen möchte, hier sind die Tweets:
http://storify.com/TanjaNeumann/mai-tagung-2013
http://storify.com/TanjaNeumann/mai-tagung-2013-tag-2